Intravitreale Injektion (IVI)

Bei feuchter AMD: Die Entzündungs- und Reparaturvorgänge in der Netzhaut setzen bei der feuchten AMD eine Anzahl von Wachstumsfaktoren (VEGF) frei. Vereinfacht darf man sich vorstellen, dass der Körper als Reparaturmechanismus neues Gewebe und neue Gefäße produzieren möchte. Dafür setzt das Gewebe Wachstumsbotenstoffe frei. Gerade diese führen aber zu der Bildung von krankhaften Gefäßen, die die Netzhaut zerstören.

Als Behandlung werden diese Wachstumsfaktoren mit Medikamenten gehemmt. Dazu stehen hauptsächlich Ranibizumab (Lucentis®), Bevacizumab (Avastin®) und Natrium-Pegaptanib (Macugen®) zur Verfügung.

Die Gabe durch eine Injektion erfordert einen ambulante Operation und wird in örtlicher Betäubung im Operatiossaal durchgeführt. Danach kann man wieder nach Hause gehen. Oft müßen die Injektionen im Monatsabstand wiederholt werden.

Auch beim Zentralvenenverschluss oder bei der Retinopathia centralis serosa (RCS) kann eine Intravitreale Injektion (IVI)-Therapie von Vorteil sein.