Einsatz von Stammzellen zur Behandlung der Makuladegeneration

Ein vollkommen neue Therapie zur Behandlung der Makuladegeneration der Netzhaut (Retina) kommt aus Amerika.
Die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat nun erstmals den Einsatz von Retina-Epithelzellen, welche aus humanen embryonalen Stammzellen gewonnen wurden, im Rahmen einer Studie zur Behandlung juveniler Makuladegenerationen zugelassen.

Der Therapieansatz folgt Studien, die an Ratten durchgeführt wurden. Diesen wurden embryonale Stammzellen unter die Netzhaut gespritzt. Die Ergebnisse zeigten, dass bei Ratten die Stammzellen eine hundertprozentige Besserung im Vergleich zu nicht behandelten Tieren brachten. Die implantierten Stammzellen bewahrten die Photorezeptoren der Netzhaut vor dem Untergang und erhielten so das Augenlicht der Tiere.

In einer Studie am Menschen wollen amerikanische Forscher Patienten mit embryonalen Stammzellen behandeln, die an der Morbus Stargardt bezeichneten Makula-Augenkrankheit erkrankt sind. Morbus Stargardt, eine erbliche Form der Makuladegeneration, führt zur Zerstörung der Zellen des Retinalen Pigmentepithels (RPE-Zellen) hinter der Netzhaut.

Die Erkrankung tritt in der Regel im Alter zwischen 10 und 20 Jahren erstmals auf und das Sehvermögen lässt stetig nach. Die Erkrankung, an der allein in Deutschland etwa 8000 Personen betroffen sind.

Obwohl das Präparat aus humanen embryonalen Stammzellen gewonnen wird, sollen keine Stammzellen mehr enthalten sein, die das Krebsrisiko erhöhen könnten. Der Hersteller plant neben der Studie zur juvenilen Makuladegeneration auch eine Studie mit Patienten, die an altersbedingter trockener Makuladegeneration leiden.

Obwohl die aus Stammzellen gewonnenen RPE-Zellen jetzt erstmals beim Menschen angewendet werden, dürften auch nach Einschätzung der Herstellerfirma noch Jahre vergehen, bevor das Verfahren in den USA oder Europa je größer zum Einsatz kommt.

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