Kennen Sie schon das Amsler-Gitter?

Ein simples Bild eines Amsler-Gitter kann Ihnen selbst die Möglichkeit bieten, schnell und einfach den zentralen Bereich der Netzhaut zu prüfen, ohne sofort den Augenarzt aufzusuchen. Natürlich darf man diesen Test nicht als Ersatz einer augenärztlichen Untersuchung betrachten, sondern vielmehr als Selbstkontrolle. Im Falle einer Veränderung kann schnell reagiert werden.

Der Test ist folgendermaßen durchzuführen: (wenn Lesebrille vorhanden, bitte aufsetzen!)

  1. Decken Sie sich ein Auge mit der hohlen Hand ab
  2. Halten Sie das Gitter in einem Abstand von ca. 40cm vor sich
  3. Betrachten Sie mit dem freien Auge NUR den Punkt in der Mitte und versuchen Sie das umliegende Gitter zu beurteilen (Es ist besonders wichtig, den Blick nicht schweifen zu lassen)
  4. Führen Sie Schritt A bis C anschließend auch mit dem anderen Auge durch

Auswertung:

Die Gitterlinien sollten keine Verzerrungen, Lücken, dunkle oder verschwommene Stellen aufweisen und auch das fixierte Loch im Zentrum des Bildes sollte zu sehen sein. Ist dies nicht der Fall oder bemerken Sie andere Veränderungen, so ist der Besuch beim Augenarzt sicher ratsam! (Dass Linien in einer Richtung dunkler erscheinen, als in der anderen Richtung liegt oftmals an einer nicht exakt auskorrigierten Hornhautverkrümmung).

Nicht nur die AMD kann mit Hilfe des Amsler-Tests erkannt werden, sondern auch viele andere Netzhautveränderungen, die sich auf den zentralen Netzhautbereich auswirken (wie z.B. Myope Makulopathie, Diabetische Retinopathie, Makulaödem o.Ä.).

Auch für bereits erkrankte Personen bietet das Amsler-Gitter eine Möglichkeit zur Selbstkontrolle. Das Amsler-Gitter zum Ausdrucken für zuhause finden Sie hier.

Unser Makulazentrum ist für Sie unter folgender Rufnummer zu erreichen:

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Makulazentrum Berlin

Weiteres zur Stammzellentherapie

Stammzellentherapie

Schon einmal haben wir in diesem Blog über den Einsatz von Stammzellen (Stammzellentherapie) zur Behebung der Makuladegeneration gesprochen (Einsatz von Stammzellen zur Behandlung der Makuladegeneration). Selbstverständlich wird auf diesem Gebiet hochmotiviert weitergeforscht und die neuesten Erkenntnisse möchte ich im Folgenden gerne vorstellen:

Eine Studie der University of California San Diego von Tongbiao Zhao et al. brachte leider eher ernüchternde Resultate. Die initiierten Stammzellen wurden von den Empfängern leider abgestoßen.
Getestet wurden zwei Mäusestämme, die  innerhalb ihrer Gruppe bzgl. des Erbguts völlig identisch waren.
Im ersten Versuch hatten Yang Xu und sein Team beiden Mäusestämmen embryonale Stammzellen initiiert, die jedoch nur in der Gruppe Erfolg brachte, aus der auch der Embryo selbst stammte. Die Gegengruppe zeigte geschlossen eine Abstoßungsreaktion.
Im zweiten Versuch bediente man sich umprogrammierter Hautzellen, so genannte „induzierte pluripotente Stammzellen“. Die Errungenschaft, eine Hautzelle so zu verändern, dass sie sich wie eine Embryonalzelle verhält, war vor ungefähr 5 Jahren eine echte Sensation. Nur leider konnten diese Zellen sich in den Empfängertieren entweder gar nicht weiterentwickeln oder wenn, dann mit anschließender Zerstörung.

Was heißt das nun für die Makuladegeneration?
Es gibt zwar noch kein Verfahren, um geschädigte Netzhautareale wieder vollkommen herzustellen, aber gelegentliche Lichtblicke animieren Forscher ja immer wieder zu neuen Studienreihen, um die optimale Stammzelle zu entwickeln! Und ganz so weit ist man ja auch nicht mehr entfernt. Bis es zu Versuchen am Menschen kommt, kann es allerdings noch etwas dauern.

Um der Makuladegeneration aber nur wenig Chance zu geben gibt es ja auch einige Vorkehrungen, denen sicher auch der Rest Ihres Körpers danken wird , wie z.B. dem Einstellen des Rauchens.

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AMD wird immer seltener

AMD Studie

Eine aktuelle Studie aus Amerika zeigt erfreuliche Resultate bezüglich der AMD-Prävalenz.

Im Grunde könnte man annehmen, dass die Zahl der an AMD Betroffenen gleichermaßen mit der Zahl der immer älter werdenden Menschen, bedingt durch die höhere Lebenserwartung, steigt. Anscheinend ist dies glücklicherweise nicht der Fall (Dr. Ronald Klein, University of Wisconsin).

Während man Anfang der 90er Jahre noch eine Häufigkeit der AMD-Erkrankten von über neun Prozent beobachtete (1988-1994 Third National Health and Nutrition Examination Survey), schätzen die Autoren einer aktuellen Studie (2005-2008 National Health and Nutrition Examination Survey) die Prävalenz der über 40 Jährigen mit weniger als sieben Prozent.

Dr. Klein und sein Team untersuchten mit Hilfe hochauflösender Aufnahmen der Augen insgesamt 5553 Amerikaner ab dem 40sten Lebensjahr.

Ergebnisse:

  • Nur 6,5% der Teilnehmer litten an einer AMD (Ausmaße sind hier noch nicht spezifiziert)
  • Unter 1% der Teilnehmer hatten das fortgeschrittene Stadium erreicht

Übertragen auf die Gesamtbevölkerung der USA würde dies bedeuten, dass etwa 7,2 Mio. Menschen in irgendeiner Form an AMD und rund 890.000 an einem fortgeschrittenem Krankheitsausmaß leiden. Dies ist weitaus weniger, als es noch aus der Studie aus den 90er Jahren hervorging. Zu diesem Zeitpunkt betrug die relative Häufigkeit der AMD noch 9,4%, wodurch heute eine Anzahl von 18 Mio. Amerikanern mit AMD resultieren würde.

Die Ursache für den Rückgang der AMD kann zwar noch nicht wissenschaftlich erklärt werden, zumindest aber gibt es Vermutungen, die in einer großen Anzahl von Studien genauer untersucht werden.

Man setzt unter anderem Rauchverhalten, Ernährung, Einnahme von Vitaminen und Zink und ethnische Unterschiede in Verbindung mit der AMD-Progression. (JV)

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Makulazentrum Berlin- Makuladegeneration,- was versteht man darunter?

Makuladegeneration,- was versteht man darunter?

Im Allgemeinen versteht man unter einer Makuladegeneration eine Erkrankung eines bestimmten Bereiches der Netzhaut. Dieses Areal, genannt Makula oder auch „Punkt des schärfsten Sehens“ enthält die größte Zelldichte und ist somit von höchster Bedeutung für die Weiterleitung der optischen Reize an das Gehirn.

Betroffene verspüren zunehmend eine verschlechterte Sicht der fixierten Objekte. Dabei ist die Geschwindigkeit der Verschlechterung abhängig von der Form der Makuladegeneration. Innerhalb der AMD (altersbedingte Makuladegeneration) unterscheidet man zwei Arten: die trockene und die feuchte Form.

Trockene Makuladegeneration:

Die trockene Form ist weitaus stärker verbreitet, die Wahrscheinlichkeit einer Erblindung liegt jedoch nur bei 5 bis 10%. Ursache hierfür sind Ablagerungen (Stoffwechselendprodukte) unterhalb der Netzhautschicht, die allmählich zu einem flächigen Zelltod führen können.

Die Progression der trockenen Makuladegeneration erfolgt in den meisten Fällen langsam und macht sich meist zunächst im unteren Bereich der Makula bemerkbar.

Feuchte Makuladegeneration:

Die feuchte Form ist weitaus gefährlicher und durch einsprießende Gefäße (Choroidale Neovaskularisationen, CNV) unterhalb der Netzhaut gekennzeichnet. Diese Gefäße neigen zur Blutung, wodurch ein Anschwellen der Netzhaut resultiert (Makulaödem).

Das Voranschreiten der Erkrankung geschieht häufig sehr rasch.

In manchen Fällen kann sich aus der trockenen Form eine feuchte Form entwickeln.

Für beide Arten gibt es geeignete Behandlungsmethoden, um den Krankheitsverlauf aufzuhalten.

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Einsatz der Laserkoagulation in der Augenheilkunde

Laserkoagulation: Einsatz in der Augenheilkunde

Die Laser- oder Photokoagulation ist ein häufig angewandtes Verfahren zur Behandlung verschiedener Netzhauterkrankungen mit einer vielversprechenden Erfolgswahrscheinlichkeit. Krankhaftes Gewebe wird mit der Laserbestrahlung so verändert, dass es zum Krankheitsverlauf nicht mehr beitragen kann. Diese Veränderung bedeutet jedoch, dass die Zellen an den betroffenen Stellen nicht mehr funktionstüchtig sind. Eine Laserkoagulation an der schärfsten Stelle des Sehen (Fovea) ist aus diesem Grunde ausgeschlossen. In diesem Bereich weicht man auf alternative Therapieverfahren wie z.B. der photodynamische Therapie oder Intravitrealen Injektionen aus.

Die Behandlung kann ambulant vorgenommen werden. Hierbei wird dem Patienten ein Kontaktglas auf die lokal betäubte Hornhaut gesetzt und der Chirurg kann nun zuerst das zu behandelnde Netzhautareal mit einem niedrig energetischen Zielstrahl aufsuchen, um anschließend mit der Laserkoagulation zu beginnen.

1) Feuchte AMD

Die Laserkoagulation der feuchten AMD beinhaltet ein gezieltes “Veröden“ der neu gebildeten Gefäße unterhalb der Netzhaut. Möglicherweise können hier allerdings eine Verschlechterung der Sehleistung oder auftretende Gesichtsfeldausfälle resultieren.

2) Netzhautlöcher und –degenerationen

Bei vorhandenen Netzhautschädigungen wird die Laserkoagulation eingesetzt, um die Progression der Beeinträchtigung oder gar eine Netzhautablösung zu verhindern. Die Lochränder werden hierbei mittels Laserbestrahlung mit dem Untergrund „verschweißt“.

3) Diabetisches Makulaödem

Zur Behandlung eines diabetischen Makulaödems setzt man viele kleine Koagulationsherde mit einem Durchmesser von 100µm nahe an die Makula. Daraus folgt eine Steigerung der Pumpaktivität des unter der Netzhaut liegende Pigmentepithels, sodass es zu einem Abschwellen des Ödems kommt.

Voraussetzung für eine Laserkoagulation ist eine genügende Transparenz der einzelnen Medien im Auge. Liegt eine zu starke Trübung vor (z.B. Katarakt/Grauer Star), so dringt der Laserstrahl nicht ausreichend bis an die Netzhaut. In diesem Fall kann dann auf eine Kryotherapie (Kältetherapie) ausgewichen werden, die ähnliche Resultate liefert. (JV)

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Makulazentrum Berlin: Vorbeugung und Behandlung der Makuladegeneration

Bisher ist bekannt, dass die Makuladegeneration (AMD) durch Defekte in menschlichen Genen ausgelöst wird. Die Universität Regensburg stellte zu diesem Thema eine Studie, die diese Annahme weitergehend spezifizierte. Zwar können Defekte menschlicher Gene als Auslöser angenommen werden, das Fortschreiten der Makuladegeneration begünstigen allerdings vielmehr Einflüsse durch die Umwelt.
Welche Vorkehrungen kann man nun treffen, um die Wahrscheinlichkeit einer Makuladegeneration zu minimieren?
Ein signifikant höheres Risiko einer Erkrankung findet man bei Rauchern. Rauchen verschlechtert die Durchblutung des Auges, sodass der Abtransport von Stoffwechselprodukten erschwert ist. Eine Studie aus Manchester brachte diesbezüglich hervor, dass jede fünfte Makuladegeneration in Großbritannien durch das Rauchen verursacht wird.
Durch die longitudinale „Blue Mountains Eye“-Studie der Universität von Sydney konnte ein vierfach höheres Erkrankungsrisiko bei Rauchern beobachtet werden. Hierzu untersuchte man 2500 Personen ab einem Alter von 49 Jahren in regelmäßigen Abständen über zehn Jahre hinweg.

Bei der trockenen Form der Makuladegeneration können bereits Betroffene größtenteils das Voranschreiten der Erkrankung durch Nahrungsergänzungsmittel positiv beeinflussen.
Dementsprechend konnten Forscher in den USA in Ihrer Studie (AREDS: Age-related Eye Study) eine 25%ige Verlangsamung der Krankheitsprogression feststellen, indem die Einnahme durch die speziell dosierte Kombination von Vitamin E, Beta-Carotin mit Vitamin C, Zink und Kupfer erfolgte. Jedoch war das Auftreten verschiedener Krebserkrankungen erhöht. Eine Nachfolgestudie ist bereits in Arbeit.
Ein neuer Arzneistoff (Fenretinide), der eine strukturelle Ähnlichkeit zum Vitamin A aufweist, zeigt speziell bei der trockenen Form vielversprechende Resultate, den Degenerationsprozess zu verlangsamen. Nach ersten Studienerfolgen mit Patienten ermöglicht die US-amerikanische Zulassungsbehörde dem Wirkstoff eine schnellere Zulassung, den sogenannten „Fast Track“-Status.

Die feuchte Form der Makuladegeneration wird als deutlich gefährlicher eingeschätzt. Ein bedeutsamer Verlust der Sehschärfe kann bereits innerhalb von Wochen oder gar Tagen eintreten. Eine Behandlung mit intravitrealen Injektionen mit dem Antikörper Bevacizumab (Avastin) oder dem Antikörper-Fragment Ranibizumab (Lucentis) ermöglicht seit kurzer Zeit den Erhalt, selten auch die Verbesserung, der Sehschärfe auf medikamentöser Ebene.

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Intravitreale Injektionen (IVI) zur Behandlung der AMD (Makuladegeneration)

Intravitreale Injektionen (IVI) zur Behandlung der AMD (Makuladegeneration)

Um die Medikamente bei Intravitreale Injektionen für die Behandlung der Netzhautdegeneration möglichst nahe an die Netzhaut (Retina) und deren Makula zu bringen, werden diese in den Glaskörper gespritzt. Intravitreal heißt also „in den Glaskörper“. Man verabreicht diese Medikamente deswegen intravitreal, da sie durch Tabletten nicht oder nur unzureichend im Auge ankommen würden. Außerdem würde man den ganzen Körper mit dem Medikament belasten, was z.B. bei Kortison zu erheblichen Nebenwirkungen führen könnte.

Die intravitreale Injektion zur Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) wird für die Gabe von u.a. folgenden Medikamenten angewand:

Pegaptanib, Ranibizumab, Bevacizumab.

Auch können im Makulzentrum Berlin Methotrexat und Dexamethason für entzündliche Augenerkrankungen in den Glaskörper injiziert werden.

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Einsatz von Stammzellen zur Behandlung der Makuladegeneration

Ein vollkommen neue Therapie zur Behandlung der Makuladegeneration der Netzhaut (Retina) kommt aus Amerika.
Die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat nun erstmals den Einsatz von Retina-Epithelzellen, welche aus humanen embryonalen Stammzellen gewonnen wurden, im Rahmen einer Studie zur Behandlung juveniler Makuladegenerationen zugelassen.

Der Therapieansatz folgt Studien, die an Ratten durchgeführt wurden. Diesen wurden embryonale Stammzellen unter die Netzhaut gespritzt. Die Ergebnisse zeigten, dass bei Ratten die Stammzellen eine hundertprozentige Besserung im Vergleich zu nicht behandelten Tieren brachten. Die implantierten Stammzellen bewahrten die Photorezeptoren der Netzhaut vor dem Untergang und erhielten so das Augenlicht der Tiere.

In einer Studie am Menschen wollen amerikanische Forscher Patienten mit embryonalen Stammzellen behandeln, die an der Morbus Stargardt bezeichneten Makula-Augenkrankheit erkrankt sind. Morbus Stargardt, eine erbliche Form der Makuladegeneration, führt zur Zerstörung der Zellen des Retinalen Pigmentepithels (RPE-Zellen) hinter der Netzhaut.

Die Erkrankung tritt in der Regel im Alter zwischen 10 und 20 Jahren erstmals auf und das Sehvermögen lässt stetig nach. Die Erkrankung, an der allein in Deutschland etwa 8000 Personen betroffen sind.

Obwohl das Präparat aus humanen embryonalen Stammzellen gewonnen wird, sollen keine Stammzellen mehr enthalten sein, die das Krebsrisiko erhöhen könnten. Der Hersteller plant neben der Studie zur juvenilen Makuladegeneration auch eine Studie mit Patienten, die an altersbedingter trockener Makuladegeneration leiden.

Obwohl die aus Stammzellen gewonnenen RPE-Zellen jetzt erstmals beim Menschen angewendet werden, dürften auch nach Einschätzung der Herstellerfirma noch Jahre vergehen, bevor das Verfahren in den USA oder Europa je größer zum Einsatz kommt.

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Makuladegeneration-Makula-Zentrum-Aflibercept

Die feuchte AMD (altersbedingte Makuladegeneration der Netzhaut, Retina) ist in den Industrieländern heute die häufigste Ursache einer Erblindung bei den über 65 Jährigen.

Standard in der Therapie ist eine monatliche intraokuläre Injektion (Spritzentherpie in das Auge) des monoklonalen Antikörpers Ranibizumab. Aus Kostengründen kann auch das wesentlich preisgünstigere Bevacizumab verabreicht werden.

Die Behandlungsmöglichkeiten der fortgeschrittenen sogenannten feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) könnten sich auf absehbare Zeit erweitern. So zeigen neue Studien, dass das Fusionsprotein Aflibercept die Sehleistung in ähnlicher Weise erhält wie der Therapiestandard Ranibizumab (Lucentis).

Beide Wirkstoffe binden den Wachstumsfaktor VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor), der im Auge das Wachstum von krankhaften Blutgefäßen stimuliert. Den gleichen Effekt erzielt Aflibercept, das Bayer Health Care Berlin in Zusammenarbeit mit der US-Firma Regeneron aus Tarrytown im Staate New York unter der Bezeichnung VEGF Trap-Eye einführen möchte.

Im Unterschied zu Ranibizumab ist Aflibercept ein Einweiß, welches Teile des VEGF-Rezeptors mit einem Immunglobulin verbindet. Der praktische Unterschied könnte in einer verlängerten Wirkung liegen. Während Ranibizumab monatlich injiziert wird, könnte für Aflibercept zwei-monatlich ausreichend sein, was die Therapie für unsere Patienten angenehmer machen dürfte und die Zahl der Untersuchungen verringern könnte.

Die Wirkung scheint ähnlich zu sein. In den Studien VIEW-1 und VIEW-2 wurde an etwa 2.500 Patienten die Gleichwertigkeit erprüft. Beide Medikamente verbessern zu Beginn der Therapie die Sehleistung, wobei die Ergebnisse unter Aflibercept sogar etwas besser zu sein scheinen: Die Patienten gewannen im Mittel 10,9 Buchstaben im Sehtest, verglichen mit 8,1 Buchstaben in der Ranibizumab-Gruppe.

Die Ergebnisse der Studien waren gut: Nach 52 Wochen hatten unter Aflibercept 95 Prozent der Patienten entweder die Sehleistung erhalten oder verbesst.

Unter der monatlichen Injektion von Ranibizumab waren es 94 Prozent. Auch eine monatliche Injektion von Aflibercept konnte die Ergebnisse nicht weiter verbessern. Auch bei den Nebenwirkungen waren beide Therapien vergleichbar: Die Injektionen können Augenschmerzen, Bindehautblutungen, Netzhautblutungen oder Mouches volantes verursachen.

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